Offenes Atelier bei 30 Grad plus - oder wie die Kunst der Hitze trotzt
13. Juli 2010
Fünf Kunstschaffende aus Gerlenhofen, Inge Fritz, Inge und Sepp Luible, Lydia Supritz und Markwald Ströle, hatten eingeladen zum Blick über die Schulter im Vereinsraum der Gerlenhofener Mehrzweckhalle am ergangenen Wochenende. Die Besucher sollten ihnen beim Arbeiten „mal (zu)schauen“, beim „zeichnen, malen, drucken“, so der Titel.
Sie taten es auch, bei der Aktion, die gleichzeitig auch Ausstellung war. Die Werkstatt-Atmosphäre reizte zum Fragen, ganz direkt. „Warum denn gerade so?“, beim Verschieben von Teilen im Werden einer Collage. Erstaunen beim Beobachten der Fertigkeit mit Stiften, Pinseln, auch über die Form- und Farbsicherheit, die das Quintett der Solistinnen und Solisten so spielerisch an den Tag legte. Vom Drucken mit dem Handballen, mit der „antiken“ Handpresse aus der Zeit um 1900 ganz zu schweigen.
Alle hatten großen Spaß. Sie hatten bislang nie miteinander so gearbeitet. Jeder für sich, aber beobachtet von den Anderen. Eine spannende Situation, nicht nur für die Besucher.
Ein Atelier-/Ausstellungskonzept das funktioniert. Die Fünf wollen es weiter verfolgen.„Mal schauen“, Ideen gibt es. Die persönliche Finisage viel fröhlich aus, obgleich sich die Besucher bei Temperaturen um 30 Grad nicht drängten. Was soll’s, dachte sich Markwald Ströle. Er verlegte sich am Sonntagnachmittag auf das Zeichnen von treibenden Eisbergen. Sein Beitrag „um das Raumklima etwas ab zu kühlen.“
Bild und Text: Ulrich Seitz - Gerlenhofen
