SPD-Stadtratsfraktion Neu-Ulm

Bundespräsidentenwahl: Denkzettel für Schwarz-Gelb - Wulff braucht drei Wahlgänge

   30. Juni 2010

CDU-Kandidat Wulff scheitert im ersten und im zweiten Wahlgang. Mit 600 (615) Stimmen verfehlt er sowohl im ersten, als auch im zweiten Wahlgang klar die absolute Mehrheit der 1244 Wahlmänner. Joachim Gauck, Kandidat von SPD und Grünen, erhält 499 (490) Stimmen. 37 (28) Stimmen mehr als Rot/Grün Wahlmänner hat. Erst im dritten Wahlgang erreicht Wulff mit 625 Stimmen die absolute Mehrheit. Gauck kam auf 494.

Die wiederholten Beteuerungen von Union und FDP weiterhin geschlossen für Wulff zu stimmen, verdeutlichen die Hilf- und Machtlosigkeit von Merkel und Westerwelle. Ganz offensichtlich ist die Tatsache, dass in den ersten beiden Wahlgängen 44 (29) Stimmen aus dem Regierungslager nicht für den eigenen Kandidaten abgegeben wurden. Ja selbst im letzten entscheidenden Wahlgang gab es noch 19 Abweichler.

Beobachter einte das Gefühl, dass die Regierungskoalition nur äußerst knapp an der Kernschmelze vorbei schrammte. Die Courage der eigenen Wahlmänner hat das System Merkel endgültig entzaubert und als Auslaufmodell blos gestellt.
Ohne Schützenhilfe der Linkspartei wäre Gauck Bundespräsident, Wullf und mit ihm Merkel und Westerwelle wären bereits gescheitert.

Linke verhindert Gauck und ebnet Wulff den Weg

Gauck wäre schon Bundespräsident, hätte die Linkspartei im ersten Wahlgang mit für Gauck gestimmt. Gemeinsam mit den Stimmen der Kandidatin der Linkspartei wäre der von SPD und Grünen nominierte Joachim Gauck auf 625 Stimmen gekommen.

Mit genau dieser Stimmenanzahl wurde Wulff im dritten Wahlgang doch noch Bundespräsident.