SPD-Stadtratsfraktion Neu-Ulm

SPD-Kreisparteitag in Atthenhofen - Seniorenpolitisches Gesamtkonzept im Mittelpunkt

   18. Juni 2010

Das seniorenpolitische Gesamtkonzept stand im Mittelpunkt des SPD-Kreisparteitages und der Kreismitgliederversammlung im Hotel „Hirsch“ in Attenhofen. Sabine Wenng, Dipl.Geografin und Dipl.-Gerontologin von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung stellte hierfür den gut 40 anwesenden Mitgliedern ein umfassendes Gesamtkonzept vor.

Ein Bericht von Günter Kammerer:

Bereits in den Begrüßungsworten durch den Weißenhorner Ortsvorsitzenden Herbert Richter war zu erkennen, dass die Fuggerstädter sich diesem bereits Thema zugewandt haben. „Wir haben zu dieser Thematik alle Gruppen an einen Tisch geholt, um die Situation zu besprechen,“ so Richter. Des Weiteren lud er die Genossen(innen) zu den zahlreichen Veranstaltungen der 850-Jahr-Feierlichkeiten in Weißenhorn ein.

Kreisvorsitzender David Knuplesch indes streifte die Aktivitäten der vergangenen Monate, so die Europawahl, die Bundestagswahl, die Veranstaltung gegen Rechts sowie den runden Geburtstag der Ortsvereine in Vöhringen und Pfuhl. Besonders bedankte er sich bei Dr. Karl-Heinz Brunner für einen beherzten Bundestags-Wahlkampf und für ein Ergebnis, welches über dem Landesdurchschnitt lag. Zu den zahlreichen Aktivitäten im Kreis müsse der Zukunftswerkshop, welcher vor zwei Monaten in Roggenburg veranstaltet wurde, herausgestellt werden. Er habe aufgezeigt, wo bei den Sozialdemokraten der Schuh drückt und man wolle mit zwei Projektgruppen (Wirtschaft und Soziales) gezielt weitermachen.

Sabine Krätschmer konnte zur Kassenlage die Gemüter beruhigen. Nach vielen Wahlkämpfen könne man wieder von einer Konsolidierung sprechen. Zudem kämen durch die Mandatsträger bis hin zu den nächsten Aktivitäten wieder einige Euro herein. Von den Prüfern Georg Vogel und Werner Zanker wurde ihr sehr gute Kassenführung bescheinigt, was zur einstimmigen Entlastung führte. Die neue Satzung des Kreisverbandes, maßgeblich von Karl-Martin Wöhner und Stefanie Steinle überarbeitet, wurde ebenso einstimmig angenommen.

Viele Anregungen bekamen die SPD-Mitglieder dann über ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept. Die Bürger im Neu-Ulmer Kreis seien stark verwurzelt. Man müsse aber davon ausgehen, dass aus bisher 30.000 Senioren(innen) im Jahr 2020 rund 40.000 werden. Dazu müssten die Weichen gestellt werden mit entsprechenden Pflegeplätzen, Heimen, Tagespflege, Kooperationen, Vernetzungen aller Art, altergerechtem Wohnen, Nachbarschaftspflege, bürgerlichem Engagement, Ernährung, Sturzprophylaxe, Mobilität, Demenzberatung, Mittagstische, Kommunikation und Internetpräsenz, spezielle Fachberatungen, Ärzteberatung und -betreuung, Lernen im Alter (Universität, Volkshochschule, Seniorentreff und Sportkurse) und schlussendlich die palliative Beratung, bis hin zur Sterbehilfe. Eine lebhafte Diskussion war die Folge.

Als Delegierte zum Bezirksparteitag wurden gewählt: Dr. Karl-Heinz Brunner, David Knuplesch, Hilde Feurich-Kähn, Rosl Schäufele, Sabine Krätschmer und Günter Kammerer. Ersatzdelegierte sind: Elli Schlegel, Christa Steidle, Meral Ayten-Sahan, Roland Seitz und Fritz Immisch.