3. März: Afghanistan - zwischen Krieg und Aufbau - mit Marc Thörner
28. Februar 2010
Afghanistan ist in aller Munde. Spätestens mit dem Tanklaster-Bombardement nahe Kundus sind das weit entfernte Land am Hindukusch und der dortige ISAF-Einsatz der Bundeswehr wieder verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Und auch die derzeitige Offensive im Süden Afghanistans unterstreicht die Aktualität des Konflikts.
Seit nun über 8 Jahren sind in Afghanistan auch deutsche Soldaten stationiert. Zum Schutz der Zivilbevölkerung und vor Allem auch zum Schutz der afghanischen Regierung vor Extremisten und Taliban. Doch nur wenig ist bekannt über die Regierung Karsai und den Zentralstaat Afghanistan. Die wenigen gesicherten Berichte, die uns erreichen, handeln von Wahlfälschung und Korruption sowie von Rückschlägen und Erfolgs-meldungen im Kampf gegen die Taliban. Was aber ist wahr an den Behauptungen, die afghanische Regierung arbeite selbst mit Extremisten und Drogenbaronen zusammen?
Und wie fügt sich die neue NATO-Offensive und -Strategie in dieses Bild? Was ist gemeint mit der Dezentralisierung des Kampfes gegen die wiedererstarkten Taliban? Was bedeutet die Zusammenarbeit von und mit regionalen Kommandeuren und Warlords?
Wir wollen Licht ins Dunkel dieses Konflikts bringen. Der SPD-Kreisverband und der SPD-Ortsverein Neu-Ulm laden daher in der ersten Runde der neuen Veranstaltungsreihe
Rotes Sofa - Neu-Ulm im Dialog
zu einem Vortrag des aktuellen Trägers des Otto-Brenner-Preises
Marc Thörner
ein. Der Referent ist gelernter Islamwissenschaftler und hat als freier Mitarbeiter und Auslandsreporter der ARD neben Afghanistan auch aus Marokko, Algerien, Ägypten, Tunesien und Pakistan berichtet. Marc Thörner wird zum Thema
„Afghanistan“
– zwischen Krieg und Aufbau –
am Mittwoch, den 3. März 2010
ab 20 Uhr im Petrussaal
in Neu-Ulm
referieren und anschließend Fragen beantworten. Interessierte, Presse und Mitglieder sind herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei!!
Getränke werden zu günstigen Preisen angeboten.
